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Kantonale Familienzulagen

Kantonale Familienzulagen

Das revidierte Gesetz über die Familienzulagen (KFZG) tritt per 01.01.2013 in Kraft "Kantonale Familienzulagen Änderungen gültig ab 01. Januar 2013"

Organisation und Durchführung

Der Kanton führt unter der Bezeichnung "Familienausgleichskasse des Kantons Graubünden (FAK)" eine kantonale Kasse als selbstständige öffentlich-rechtliche Anstalt mit Sitz in Chur. Ihre Geschäftsführung wird von der SVA Graubünden wahrgenommen.

Die Durchführungsstellen sind:

  • die Familienausgleichskasse des Kantons Graubünden
  • die anerkannten Abrechnungsstellen
  • die anerkannten privaten Familienausgleichskassen der Berufsverbände
  • die Arbeitgebenden
  • die von den AHV-Ausgleichskassen geführten Familienausgleichskassen

Die FAK haben die Zulagen festzusetzen und auszuzahlen sowie die Beiträge der Arbeitgebenden, Arbeitnehmenden mit Arbeitgebenden ohne Beitragspflicht (AnobAG) und Selbstständigerwerbenden zu erheben. Die Kassen können die Auszahlung der Zulagen an die Arbeitnehmenden den Arbeitgebenden übertragen.

Dem Gesetz unterstellt sind:

  • alle Arbeitgebenden, die im Kanton Graubünden einen Geschäftssitz, eine Zweigniederlassung oder eine Betriebsstätte haben und nach dem Bundesgesetz über die Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHVG) beitragspflichtig sind
  • alle Arbeitnehmenden mit Arbeitgebenden ohne Betragspflicht (AnobAG) nach Artikel 6 AHVG, die im Kanton Graubünden für die AHV erfasst sind
  • alle Selbstständigerwerbenden die im Kanton Graubünden für die AHV erfasst sind

Anspruch auf Familienzulagen haben:

  • Arbeitnehmende, deren Arbeitgebende dem Gesetz unterstellt sind
  • die dem Gesetz unterstellten Arbeitnehmenden mit Arbeitgebenden ohne Beitragspflicht (AnobAG)
  • Nichterwerbstätige
  • Selbstständigerwerbende die im Kanton Graubünden für die AHV erfasst sind

Höhe der Zulagen ab 01.01.2013

  • CHF 220.00 für Kinderzulagen (bis zum vollendeten 16. Altersjahr)
  • CHF 270.00 für Ausbildungszulagen (längstens bis zum vollendeten 25. Altersjahr)

Finanzierung / Beitragspflicht

  • Arbeitgebende haben von der AHV-pflichtigen Lohnsumme einen Beitrag von derzeit 1.65 % (bis 31.12.2014 1.9 %) an die Familienausgleichskasse zu entrichten. Beitragspflichtig sind ausschliesslich die Arbeitgebenden.
  • Die Arbeitnehmenden mit Arbeitgebenden ohne Betragspflicht (AnobAG) leisten einen Beitrag von 1.65 % (bis 31.12.2014 1.9 %) des AHV-pflichtigen Einkommens an die Familienausgleichskasse.
  • Selbstständigerwerbende leisten einen Beitrag von 1.65 % (bis 31.12.2014 1.9 %) auf das AHV-beitragspflichtige Einkommen bis CHF 148'200 (bis 31.12.2015 CHF 126'000). Was über dem Höchstbetrag liegt, ist beitragsfrei.

Anmeldung zum Bezug von Familienzulagen

Arbeitnehmende

Arbeitnehmende, die Anspruch auf Familienzulagen erheben, haben das entsprechende Anmeldeformular auszufüllen und dem Arbeitgebenden zur Kontrolle und Bestätigung abzugeben. Dieser leitet das unterschriebene Anmeldeformular der AHV-Zweigstelle der Wohngemeinde des Arbeitnehmenden weiter.

Arbeitnehmende mit Arbeitgebenden ohne Beitragspflicht (AnobAG)

Arbeitnehmende mit Arbeitgebenden ohne Beitragspflicht, welche Anspruch auf Familienzulagen erheben, haben das Anmeldeformular auszufüllen und der AHV-Zweigstelle des Wohnortes weiterzuleiten.

Nichterwerbstätige

Nichterwerbstätige, welche Anspruch auf Familienzulagen erheben, haben das Anmeldeformular auszufüllen und der AHV-Zweigstelle des Wohnortes weiterzuleiten. Wichtig: Der Anmeldung ist die letzte definitive Steuerveranlagung (Bund) beizulegen.

Selbstständigerwerbende

Selbstständigerwerbende ausserhalb der Landwirtschaft haben ein entsprechendes Anmeldeformular auszufüllen. Das ausgefüllte Formular ist zur Bestätigung und Kontrolle der AHV-Zweigstelle des Wohnortes weiterzuleiten.

Anmeldungen können auf dieser Homepage heruntergeladen oder bei den AHV-Zweigstellen bezogen werden.

Auszahlung

Die Auszahlung der Zulagen für Arbeitnehmende erfolgt in der Regel durch die Arbeitgebenden.

Die Zulagen an Selbstständigerwerbende, Nichterwerbstätige und Arbeitnehmende mit Arbeitgebenden ohne Beitragspflicht sind in der Regel quartalsweise auszuzahlen. Sie können in der Höhe der geschuldeten Beiträge verrechnet werden.

Rückvergütung an Arbeitgebende für ausbezahlte Familienzulagen

Die Rückvergütung erfolgt in der Regel zu den für die Beitragszahlung massgebenden Terminen.
Ab 01.01.2014 werden die Kinder- und Ausbildungszulagen bei den monatlichen bzw. vierteljährlichen Akontozahlungen, resp. jährlichen Abrechnungen effektiv vergütet/verrechnet. Dabei werden die aktuell gültigen Verfügungen berücksichtigt.