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Prämienverbilligung

Prämienverbilligung

Anspruchsberechtigte Personen

Einen Anspruch auf Prämienverbilligung (IPV) können Personen geltend machen, die bei einem vom Bund anerkannten Krankenversicherer die obligatorische Krankenpflege-Grundversicherung abgeschlossen haben und

  • am 01. Januar des jeweiligen Jahres im Kanton Graubünden Wohnsitz haben; sofern sie nicht von einem anderen Kanton für das laufende Jahr IPV beziehen,
  • eine Aufenthaltsbewilligung im Kanton Graubünden haben, die mindestens drei Monate gültig ist,
  • am 01. Januar im Ausland Wohnsitz hatten und im Laufe des Jahres aus dem Ausland in den Kanton Graubünden zugezogen sind. Die Anspruchsberechtigung beginnt ab dem Folgemonat nach dem Zeitpunkt der Wohnsitznahme.
  • Personen mit Wohnsitz in einem EU- oder EFTA-Staat, die aufgrund des Abkommens zwischen der Schweiz und der EU sowie ihren Mitgliedstaaten oder des revidierten EFTA-Abkommens der obligatorischen Krankenpflege-Grundversicherung unterstellt sind und für die gemäss Zuständigkeitsregelung des Bundes der Kanton Graubünden zuständig ist, beispielsweise Grenzgängerinnen und Grenzgänger sowie ihre nicht erwerbstätigen Familienangehörigen.

Anmeldung

Die vollständige Anmeldung ist bei der AHV-Zweigstelle der Wohnsitzgemeinde einzureichen. Die Formulare sind ab Mitte Februar auf unserer Homepage abrufbar oder können bei der AHV-Zweigstelle der Wohnsitzgemeinde bezogen werden. Die Anmeldung für das Jahr 2018 ist bis spätestens am 31. Dezember 2018 einzureichen.

Meldung und Zahlung an den Krankenversicherer

Die Prämienverbilligung wird gesamtschweizerisch direkt an die Krankenversicherer ausgerichtet. Die SVA informiert die Krankenversicherer laufend über die ermittelten Ansprüche.
Unterschiedliche Gründe können zu Nachzahlungen oder Rückforderungen der bereits vorgängig entrichteten Vorschussleistung führen. Da der Zahlungsfluss ausschliesslich über den Krankenversicherer zu erfolgen hat, werden sowohl Nachzahlungen als auch Rückforderungen über den Krankenversicherer abgewickelt.

Für Fragen bezüglich Gutschrift der IPV-Beiträge auf der Prämienrechnung wenden Sie sich bitte direkt an Ihren Krankenversicherer.

Vorschussleistung

Personen, welche per Stichtag 31. Dezember 2017 eine IPV für das Jahr 2017 erhalten haben, wird für das Jahr 2018 in der Regel ein Vorschuss von 60% der letzten definitiven Verfügung aufbereitet. Die schriftliche Mitteilung über die Vorschussleistung an die Bezügerinnen und Bezüger geht im Februar in den Versand.

Melden sich Personen zum Bezug der Prämienverbilligung für das Jahr 2018 an und liegt bei der Bearbeitung der Anmeldung die definitive Steuerveranlagung 2017 noch nicht vor, wird ein Anspruch für eine Vorschussleistung geprüft. Bei einem allfälligen Anspruch beträgt die Vorschussleistung ebenfalls 60% des provisorisch berechneten Wertes. Die antragstellenden Personen werden über die Höhe der Vorschussleistung schriftlich informiert.

Berechnungsrelevante Werte aus der Steuerveranlagung

Nach Vorliegen der definitiven Steuerveranlagung 2017 wird der Anspruch für das Jahr 2018 definitiv berechnet und verfügt. Das anrechenbare Einkommen entspricht dem satzbestimmenden steuerbaren Einkommen gemäss den definitiven kantonalen Steuerdaten des Vorjahres zuzüglich:

  • 10% des Reinvermögens
  • der nicht versteuerten Erträge aus Beteiligungen
  • des Nettoertrags der Liegenschaften, soweit der Wert negativ ist
  • der Beiträge an die berufliche Vorsorge (2. Säule)
  • der Beiträge an die gebundene Selbstvorsorge (Säule 3a)
  • der gemeinnützigen Zuwendungen      
  • der Mitgliederbeiträge und Zuwendungen an politische Parteien

Richtprämien und Selbstbehaltsätze

Die Richtprämien und Selbstbehaltsätze sind wichtige berechnungsrelevante Faktoren. Das Bundesamt für Gesundheit legt die Prämienregionen fest und die Regierung bestimmt die Höhe der Richtprämien. Die Selbstbehaltsätze sind im kantonalen Gesetz (KPVG) geregelt. Mit dem Online-Rechner können Sie prüfen, ob allenfalls ein Anspruch auf IPV besteht.

Änderungen der persönlichen und familiären Verhältnisse

Bei einer Änderung der persönlichen und familiären Verhältnisse kann eine Neuberechnung verlangt werden. Berücksichtigt werden dabei Geburten, Todesfälle und der Wegzug ins Ausland. Diesbezügliche Meldungen betreffend die IPV für das Jahr 2018 sind bis zum 31.12.2018 einzureichen. Eine Heirat, Trennung oder Scheidung wird erst ab dem Folgejahr für die Berechnung der IPV berücksichtigt.