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Familienzulagen in der Landwirtschaft

Familienzulagen in der Landwirtschaft

Anspruchsberechtigte Personen

  • Selbstständige Landwirtinnen und Landwirten, die haupt- oder nebenberuflich in der Landwirtschaft tätig sind,
  • selbstständige Älplerinnen und Älpler,
  • Personen, die in unselbstständiger Stellung in einem landwirtschaftlichen Betrieb arbeiten.

Eine Anspruchsberechtigung ist nur dann gegeben, wenn gewisse vom Bundesgesetz definierte Voraussetzungen erfüllt sind.

Arten, Ansätze und Dauer der Familienzulagen

Das Bundesgesetz über die Familienzulagen in der Landwirtschaft (FLG) sieht die folgenden Familienzulagen vor:

  • Eine Kinderzulage von CHF 200.00 pro Monat im Talgebiet und von CHF 220.00 pro Monat im Berggebiet für jedes Kind vom Geburtsmonat bis zum vollendeten 16. Altersjahr. Für Kinder, die wegen einer Krankheit oder einer Behinderung erwerbsunfähig sind, wird die Kinderzulage bis zum vollendeten 20. Altersjahr ausgerichtet.
  • Eine Ausbildungszulage von CHF 250.00 pro Monat im Talgebiet und von CHF 270.00 pro Monat im Berggebiet für jedes Kind vom vollendeten 16. Altersjahr bis zum Abschluss der Ausbildung, längstens jedoch bis zum vollendeten 25. Altersjahr.
  • Eine Haushaltungszulage für landwirtschaftliche Arbeitnehmende von CHF 100.00 pro Monat.

Anspruchskonkurrenz und Differenzzahlung bei derselben Person

Hauptberuflich selbstständige Landwirte und landwirtschaftliche Arbeitnehmende, welche daneben noch eine ausserlandwirtschaftliche Tätigkeit ausüben, erhalten die Zulagen primär aufgrund dieser ausserlandwirtschaftlichen Tätigkeit, sofern ein Einkommen erzielt wird, welches mindestens CHF 7'110.00 im Jahr oder CHF 592.50 im Monat erreicht (CHF 7'050.00 jährlich oder CHF 587.50 monatlich bis zum 31.12.2018). Nebenberufliche Landwirte und Älpler beziehen die Zulagen ebenfalls in erster Linie aufgrund der ausserlandwirtschaftlichen Tätigkeit. Ein Anspruch ist zudem nur für die Zeit der landwirtschaftlichen Tätigkeit gegeben.

Anmeldung

Anspruchsberechtigte können die Zulagen mit einem dafür vorgesehenen Fragebogen geltend machen. Diese Formulare können auch bei der AHV-Zweigstelle bezogen werden. Damit die kantonale AHV-Ausgleichskasse die Anmeldung speditiv bearbeiten kann, müssen die geforderten Unterlagen (Schulbestätigungen, Lehrverträge etc.) unbedingt beigelegt werden. Ausländische Arbeitnehmer haben für Kinder Lebensbescheinigungen, welche nicht älter als ein Jahr sind, beizulegen. Diese Unterlagen sind zusammen mit dem Fragebogen der AHV-Zweigstelle zur Bestätigung weiterzuleiten.

Auszahlung der Zulagen

Familienzulagen werden in der Regel wie folgt ausbezahlt:

  • an hauptberufliche Landwirtinnen und Landwirte vierteljährlich;
  • an nebenberufliche Landwirtinnen und Landwirte sowie Älplerinnen und Älpler jährlich;
  • an landwirtschaftliche Arbeitnemende monatlich durch den Arbeitgebenden.

Neues Verfahren gültig ab 01.01.2014 (Kalenderjahr 2014)

Rückvergütung an Arbeitgebende für ausbezahlte Familienzulagen

Neu werden die Kinder- und Ausbildungszulagen bei den monatlichen bzw. vierteljährlichen Akontozahlungen effektiv vergütet. Dabei werden die aktuell gültigen Verfügungen berücksichtigt. Bei Saisonbetrieben erfolgt die Rückerstattung Ende Saison ebenfalls aufgrund der aktuell gültigen Verfügungen, zusammen mit der Beitragsrechnung.